Skudden am Heidesee

Zierliche Landschaftspfleger

Die Ostpreußische Skudde gehört zu den ältesten Hausschafrassen. Sie steht auf der Roten Liste der bedrohten Nutztierrassen

Das Hausschaf ist eine alte Rasse von Landschafen und gehört wie die Heidschnucke zu den kurzschwänzigen, nordischen Heideschafen. Die Wikinger führten Skudden nachweislich auf ihren ausgedehnten Kaperfahrten mit sich und sorgten allerorts für deren Verbreitung bis hin zu den Färöer Inseln und nach Island. Fasern aus Skuddenwolle, die in Grabstätten in der Nähe der Wikingersiedlung Haithabu bei Schleswig gefunden wurden, belegen, dass diese Rasse bereits vor 2.000 Jahren als Nutztier gehalten wurde. Dass die Skudden direkte Nachfahren der steinzeitlichen Torfschafe seien könnten, halten viele Experten für möglich.

Skudden werden zunehmend für die Beweidung von Streuobstwiesen und verbuschten Flächen eingesetzt.Ein optimales Gelände bieten die Streuobstwiesen mit ihrem Trockenrasen Biotop auf den Hängen am Heidebad. Zum Schutz zahlreicher Insekten tragen Sie einen großen Anteil bei. Auch auf den Blühwiesen im Heidebad kann man sie regelmäßig beobachten.

Die anspruchslosen Skudden eignen sich hervorragend für die Landschaftspflege auf mageren, sandigen Böden. Sie mögen schmackhafte Kräuter. Neben Brennnesseln und Disteln verbeißen sie auch Brombeeren, Schlehen und Weißdorn. Sie trotzen widrigen Wetterverhältnissen und überwintern problemlos im Freien, sofern sie Zugang zu einem trockenen, windgeschützten Unterstand haben. Gelegentlich brauchen sie eine Handvoll Salz.

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