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Der Umwelt zuliebe

Blühende Streuobsthänge Nietleben

Seit 2001 zählen der Heidesee und die Streuobsthänge in Nietleben mit zum Landschaftsschutzgebiet Dölauer Heide.

Hauptsache Halle

Charakteristisch für die Streuobsthänge sind Gebüsche, lockere Baumbestände, Wiesen und Halbtrockenrasen. Diese bieten Lebensräume für Trockenheit liebende Insekten, Kriechtiere und Wildbienen. Letztere bringen durch ihre Bestäubung einen erheblichen Nutzen für Pflanzen und Menschen. Seitdem war und ist es Aufgabe aller, den naturnahen Lebensraum für eine vielfältige Flora und Fauna wiederherzustellen, vor menschlichen Einflüssen zu schützen und für eine möglichst lange Zeit zu erhalten.

Mathias Nobel, Mitglied von Hauptsache Halle und Betreiber des Heidebades, liegt es am Herzen, die Stadt Halle bei dieser Aufgabe zu unterstützen. In einer Projektarbeit „Blühende Streuobstwiese“ werden die Streuobsthänge hinsichtlich des Naturschutzgedankens gepflegt, erhalten und aufgewertet.

  • An erster Stelle werden wir uns der Pflege der vorhandenen Obstbäume widmen, genauer dem Herausschneiden von Totholz und dem eventuellen Rückschnitt von Ästen und Trieben. Abgestorbene, am Boden liegende Bäume belassen wir als natürlichen Lebensraum.

Gleichzeitig wird mindestens 2mal jährlich (Juni, September) eine Mahd der Blühwiese durchgeführt. Nicht erwünschte Pflanzen, z.B. Robinientriebe u.ä. entfernen wir nach Absprache mit der Unteren Naturschutzbehörde.

Anpflanzung alter Obstbaumsorten und Gebüsche

  • An zweiter Stelle werden wir verschiedene Obstbäume und Büsche pflanzen, um zerstörte Lebensräume für die heimische Pflanzen- und Tierwelt wiederherzustellen und um vielfältige, durchgängige Futterquellen zu sichern. Im Vordergrund stehen dabei Bienen, Schmetterlinge, Fluginsekten, Vögel und all die anderen Arten, die seit Jahren vom dramatischen Schwund betroffen sind. Folgende Bepflanzung ist angedacht:
  • Randbepflanzung an Wegen · Schlehenbüsche · Haselnuss (frühe Blüte, wichtig für Bienen) · Holzapfel (vom Aussterben bedroht)

Vorteile der Randbepflanzung · Segmentierung von Wiesenbereichen · natürliche Abgrenzung und Schutz vor Betreten durch Menschen

  • alte, historische Apfelbaumsorten:  · Klarapfel (Augustapfel) · Goldparmäne (guter Pollenlieferant) · Roter Boskoop (Winterapfel)

Vorteile der alten Obstsorten · hochstämmig, starkwüchsig, unter den großen Kronen ist eine weitere Bewirtschaftung möglich · lange Lebensdauer, geringe Schnittbedürftigkeit, widerstandsfähig · Wiederanbau und Erhalt traditioneller Obst-Hochstammbestände · geeignet für Streuobstwiesen und Hanglagen, bieten Wind-, Boden- und Wasserschutz · landschaftsästhetische Bereicherung der Streuobstwiese  · Gliederungsmittel in der Landschaftsgestaltung durch raumbildende Pflanzanordnungen · Rückzugs- und Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten  · Brutstätte für viele Vogelarten und Standort für Bienenvölker · zeitlich gestaffelte Ernte, eigene regionale Früchte zum Verzehr und zur Saftproduktion · schwer erreichbare, nicht perfekte Früchte, uninteressant für Obstdiebe.

Unser gemeinsames Ziel ist es, binnen zehn Jahren einen Biotopverbund Dölauer Heide – Heidesee – Streuobsthänge mit großer Artenvielfalt zu schaffen und zu erhalten. Oberhalb mit Sträuchern und Bäumen, darunter die Trockenwiese – alle zeitlich versetzt blühend, um eine Artenvielfalt zu ermöglichen und ein ganzjähriges Nahrungsangebot im naturnahen Lebensraum zu bieten.

Mathias Nobel #einfachmachen

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