Wie geht es weiter im Heidebad?

Die Situation des Heidebades ist kritisch.

Nicht nur die Umsetzung zahlreicher Corona-Hygieneregeln bereitet derzeit Betreiber Mathias Nobel schlaflose Nächte. Die grundsätzliche Frage ist:

Wie kann das Heidebad dieses Jahr finanziell überhaupt überstehen?

Das Heidebad ist ohne seine zahlreichen Veranstaltungen kaum überlebensfähig. Ob Osterfeuer, Karibischer Abend, Oktoberfest oder Weihnachtsmarkt – die Events zogen in den Vorjahren tausende Besucher an und sorgten für die das Bad sichernde Umsätze. „Seit der Privatisierung im Jahr 2006 waren Großveranstaltungen der wichtigste Bestandteil in meinem Konzept. Dieses Jahr kann keine einzige Veranstaltung stattfinden. Ich weiß noch nicht, wie lange ich finanziell in der Lage bin, das Heidebad zu erhalten”, so Nobel. Denn selbst wenn die vom Land erlassenen Eindämmungsverordnungen Lockerungen der Corona-Einschränkungen in Aussicht stellen sollten, würde dies praktisch nichts nützen.

Nobel: „Großveranstaltungen benötigen eine lange Vorlaufzeit in der Planung. Die kann man nicht eben mit ein paar Wochen Vorlaufzeit aus dem Boden stampfen.”

Eine missliche Situation, zumal die finanziellen Reserven weitgehend erschöpft sind. Denn Anfang des Jahres war kräftig in Gastronomie und Infrastruktur investiert worden, um 2020 den nächsten Qualitätssprung für die Gäste zu erreichen.

Nobel: „Zu diesem Zeitpunkt wusste noch niemand, dass es keine Events geben wird. Mit dem Wissen von heute hätten wir das Geld zusammen gehalten, um zumindest die Existenz des Bades sichern zu können.” Denn der reine Freibadbetrieb ist ein Zuschussgeschäft. „Wir profitieren eben nicht wie kommunale Bäder von Zuschüssen und finanzieren das Baden durch die profitablen Events.”

Die Hoffnung liegt nun auf einem langen und heißen Sommer. „Und auf vielen verständnisvollen Gästen, denen der Erhalt des Heidebades am Herzen liegt.”

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