Schlechter Sommer, rote Zahlen im Badebetrieb

Muss sich das Heidebad Sorgen machen?

Nach der aktuellen Auswertung der Steuerkanzlei Treuhand fällt die Zwischenbilanz des Freibadbetriebes ernüchternd aus. Das wechselhafte Wetter der vergangenen Monate hat die Besucherzahlen deutlich belastet. Für viele Freibäder in Deutschland stellt sich deshalb die Frage, wie lange ein rein wetterabhängiger Badebetrieb noch wirtschaftlich tragfähig ist.

Doch bedeutet das gleichzeitig Gefahr für das Heidebad?

Die klare Antwort lautet: Nein.

„Das klassische Freibadgeschäft ist seit Jahren ein Defizitgeschäft. Wer heute ein Freibad ausschließlich über Eintrittsgelder finanzieren möchte, steht vor großen Herausforderungen“, erklärt Geschäftsführer Mathias Nobel.

Gerade die aktuelle Saison bestätigt jedoch den Weg, den das Heidebad in den vergangenen 24 Jahren eingeschlagen hat. Aus einem reinen Freibad ist Schritt für Schritt ein ganzjähriger Freizeit-, Gastronomie- und Veranstaltungsstandort entstanden. Diese Entwicklung zahlt sich heute mehr denn je aus.

Neben dem Badebetrieb bilden die ganzjährig betriebene Gastronomie sowie zahlreiche Veranstaltungen ein wichtiges wirtschaftliches Fundament. Veranstaltungen wie das Neujahrsschwimmen, das Osterfeuer, der Heidelauf sowie die bevorstehenden Sommerhighlights Italo Disco und Karibischer Abend leisten einen entscheidenden Beitrag zur Stabilität des Standortes.

 

Heidebad Bilanz

 

„Diese Veranstaltungen sind nicht nur schöne Erlebnisse für unsere Gäste. Sie tragen ganz wesentlich dazu bei, das Heidebad als Freibad langfristig zu sichern. Jeder Besucher einer Veranstaltung hilft dabei, dass wir auch weiterhin in die Infrastruktur investieren, das Gelände pflegen und den Badebetrieb am Heidesee aufrechterhalten können“, so Nobel.

Hinzu kommen die große Treue der Stammgäste sowie die positive Entwicklung der Gastronomie, die inzwischen ganzjährig betrieben wird. Dadurch steht das Heidebad trotz der schwierigen Wetterlage weiterhin auf einem soliden Fundament.

„Wir haben das Heidebad bewusst breiter aufgestellt, um unabhängiger vom Wetter zu werden. Die aktuellen Zahlen zeigen, wie wichtig dieser Weg war. Deshalb blicken wir trotz eines schwierigen Freibadjahres optimistisch in die Zukunft“, erklärt Nobel.

Die Geschäftsführung sieht sich deshalb in ihrer Strategie bestätigt: Das Heidebad soll auch künftig weit mehr sein als nur ein Freibad – nämlich ein ganzjähriger Freizeit-, Gastronomie- und Veranstaltungsstandort für die Menschen der Region.