Historisches zum Pappelgrund

Zur Entstehung des Freibades am Pappelgrund

Das Familien- & Naturbad am Pappelgrund entstand aus einem stillgelegten Braunkohlentagebau. Bereits gegen Ende der 1930er Jahre wurde der Braunkohleabbau hier eingestellt. Der Tagebau füllte sich durch den Anstiege des Grundwasserspiegels allmählich mit Wasser, bis ein kleiner See entstand.

Schon früh wurde der neu entstandene See landwirtschaftlich genutzt, so gab es neben der Fischzucht und dem Fischfang auch einen kleinen Geflügelbetrieb in welchem Enten und Gänse gezüchtet wurden. In den 1960er Jahren wurde am Südufer des See eine Pumpstation errichtet, zur Bewässerung der angrenzenden Obstplantagen.

Zur gleichen Zeit errichtete am Nordufer des See das Nationale Aufbauwerk der DDR ein Freibad mit einer Freizeit- und Campinganlage. Im Sommer 1968 wurde das neu erschaffene Freibad am Pappelgrund erstmalig eröffnet.

Historisches zum Pappelgrund

Das Gewässer zwischen Teutschenthal und Zscherben hat eine Wasserfläche von knapp 0,078 Quadratkilometer und hat eine maximale Tiefe von 8 Metern.

Das Freibad liegt weniger als 10 Autominuten vom Zentrum der Stadt Halle (Saale) entfernt, mitten in unverfälschter Natur. Der Pappelgrund war schon zu DDR-Zeiten für seine ausgezeichnete Wasserqualität bekannt.

Rund um das Gewässer befinden sich Bepflanzungen, hauptsächlich Pappeln, die dem Badegewässer Ihren Namen geben und an besonders heißen Tagen zur Beschattung der Liegewiesen beitragen.

Das im Sommer 1968 eröffnete Freibad mit Bungalowanlage und Campingplatz erfreute sich bis zum Beginn der 90er Jahre über einen regen Besucherverkehr. Seit der Saison 1991 wurde das Bad privat bewirtschaftet.

Im Jahr 1996 um 5:36 Uhr am 11. September ereignete sich ein schwerer Gebirgsschlag im Ostfeld des ehemaligen Kalibergwerks Teutschenthal. Dieser löste ein Erdbeben der Stärke 5,6 auf der Richterskala aus. In Folge dieses Erdbebens ist der Südhang des Freibades am Pappelgrund in den See gerutscht.

Noch heute können Taucher den Unterwasserwald am Südstrand des Pappelgrundes bestaunen.

Historisches zum Pappelgrund

Seit dem Gebirgsschlag in der Grube Teutschenthal wurde damit begonnen, die Gruben mit Schutt oder Abraum zu befüllen, um einen erneuten Einsturz eines Grubenfeldes zu verhindern. Der eingestellte Bergbau und ebenso die Rekultivierung des Braunkohlentagebau Mücheln im Geiseltal führen seit etwa 2004 zu einem stetigen Anstieg des Grundwasserspiegels am Pappelgrund.

Da der Pappelgrund über keinen natürlichen Ablauf verfügt und auch für landwirtschaftliche Nutzung kein Wasser mehr abgepumpt wird, ist der Wachturm der Wasseraufsicht inzwischen überflutet, ebenso wie weite Teile des Sandstrandes.

Doch das Badevergnügen am See wird dadurch in keinster Weise geschmälert. Die idyllische Anlage hat durch den Wasseranstieg nicht an Reiz verloren. Noch mehr interessante Dinge über Historisches zum Pappelgrund können Ihnen unsere Stammgäste mitteilen.

Seit 2013 wird das Freibad durch die Bäder- und Eventmanagement GmbH betrieben.

Besuchen Sie das Familien- und Naturbad am Pappelgrund.